Alle Hände voll zu tun:

Unser Bio-Apfel-Anbau.

Alternanz, Apfelwickler & Co.

Insgesamt zehn Sorten pflanzen wir auf unseren Feldern an, und über die letzten zwanzig Jahre hat sich einiges an Wissen über den Bio-Anbau von Äpfeln angesammelt. Zunächst ist es wichtig, die natürliche Alternanz etwas zu steuern – Obstbäume tragen nur jedes zweite Jahr kräftig, dazwischen ruhen sie sich gewissermaßen aus. Da wir jedes Jahr eine gute Ernte haben wollen, schneiden wir in starken Jahren einen Teil der Blüten zurück, so dass der Baum die verbliebenen Früchte gut ausbilden kann. Dann gibt es einige Schädlinge, die unseren Bäumen zusetzen: Der Apfelwickler schraubt sich gewissermaßen einmal durch den Apfel. Um das zu verhindern, hängen wir an jeden fünften Baum in der Anlage einen Dispenser mit einem selektiven Pheromon. Es sorgt dafür, dass die Männchen die Weibchen nicht finden und sie sich nicht vermehren können. Gegen die Sägewespe, die den Apfel tatsächlich ansägt, setzt man plantagenmäßig gezüchtetes Bitterholz ein. Die Devise lautet immer, dass die Mitte selektiv gegen einen einzelnen Schädling wirken und somit das Gleichgewicht nicht gestört wird.

Ein anderer Feind, der unseren Obstbäumen heftig zusetzt, ist das Wetter. 2007 hat ein Hagelschlag unsere komplette Ernte unbrauchbar gemacht, und seither ist kaum ein Jahr vergangen, indem keine Hagelschäden zu verzeichnen waren. Teilweise kommen diese immer später und richten umso größeren Schaden an. Netze schützen nun unsere Bäume, so gut es geht. Um für längere Trockenperioden im Sommer vorzusorgen, werden die Felder über eine Tröpfchenbewässerung, welche durch unterirdisch verlegte Zuleitungen aus unserem Bewässerungsbiotop versorgt werden.