Bio bis zum Schluss:

die Hopfenverarbeitung.

Querkontamination vermeiden

Sechs, sieben Meter lang sind die Hopfenreben, und in einem guten Jahr bis zu 15 Kilogramm schwer. Im August ist Erntezeit, drei Wochen lang. Nachdem die Reben vom Feld geholt und in unser Hopfenerntezentrum gebracht wurden, folgt der erste Schritt der Weiterverarbeitung. Pflückmaschinen trennen Dolden, Blätter und kleine Äste voneinander. Über einen Luftstrom und verschiedene Förderbänder werden die Pflanzenteile sortiert und das Leichte vom Schweren getrennt. Blätter und Äste werden gehächselt, die Dolden gelangen über ein Förderband zur Trockenkammer, wo sie gedarrt werden. Verpackt in große Ballen geht es in das Kühllager, um die hohe Qualität unseres Biohopfens zu sichern und Abbauprozesse zu stoppen.

Ein Thema, das Biohopfen-Anbauer schon seit langem beschäftigt, ist die Querkontamination, die durch die weitere Hopfenverarbeitung entstehen kann. In den wenigen Anlagen in Deutschland, die Hopfenpellets herstellen, wird auch der konventionell erzeugte Hopfen verarbeitet. Somit besteht immer das Risiko, das Reste von chemischen Pflanzenschutzmitteln auf den Biohopfen übertragen werden. Um auch diese Gefahr auszuschließen, muss es unser Ziel sein, dass der Biohopfen den Biokreislauf nicht mehr verlässt.